In der Energiefabrik Knappenrode erklärte uns ein Mann seine Arbeit an einer Brikettpresse. Sein Bericht begann 1945: "Da haben die Russen hier alles rausgeräumt." Dann kamen technische Erläuterungen zu den dampfbetriebenen Maschinen, die hier bis Anfang der 90er liefen. Gewürzt mit Geschichtchen:
Am Anfang der Schicht musste eine spezielle ölhaltige Kohle zum Schmieren verwendet werden: "Aber die haben wir oft weggelassen. Da hat der Meister aber geschimpft, wenn er das gemerkt hat."
Dann der Hinweis auf einen kleinen Hebel, der die Maschine bei Überdruck abschaltete. Diesen Sicherheitsschalter banden manche Maschinisten mit Draht fest. Da kamen dann die von der Stasi...
Das beeindruckendste Erlebnis muss eine Nachtschicht gewesen sein, bei der drei von vier Leuten gepennt hatten. Als dann der Dampfdruck abfiel, fraßen sich fast alle Maschinen fest und mussten aufwendig repariert werden.
Da stand also so ein Mitglied der Arbeiterklasse an einer relativ nützlichen Maschine. Er kann heute noch jede Schraube, jeden Handgriff erklären. Aber im Abstand von 15 Jahren ist ihm hauptsächlich der Stolz geblieben, dass es Stasi und Meister bedurfte, um ihn davon abzuhalten, jede dritte Schicht die Maschinen zu zerstören.
Auf der Buchmesse so einen Allerweltskalender mit weisen Sprüchen gegriffen. Die üblichen Sachen so mit nachdenklichen Kaffeetassen und Muscheln im Abendwind: "Ein Augenblick, der unser Herz berührt, geht niemals verloren." "Jeder schöne Augenblick ist eine Perle, die wir auf die Kette unseres Lebens fädeln. Und jeder glitzernde Glücksmoment, den wir genießen, macht unsere Kette ein kleines bisschen kostbarer." Solche Sprüche gibt es ja viele. Alle im Sinne von "Carpe diem" Was ich mich frage: Ist es mit dieser Lebenshaltung möglich, eine nachhaltig stabile Welt zu bauen.
Über Andre Michelle auf schönen Flashseiten bzw. bei JavaGrafiksachen umhergeklickt. Etwa Entropyswitch oder Complexification. Und mir fielen meine ersten QBasic-Schritte ein mit allerlei Kreisen und Quadraten auf dem Bildschirm, später den Rechner über Nacht laufen lassen um ein Apfelmännchen auszurechnen....
Da ich kraft meiner Verangestelltung nie Studierat werden kann, haben wir hin und her überlegt, was aus mir noch werden könnte. Geheimrat wäre auch OK.
Im CD-Regal gestöbert und mal wieder den OpenMusicContest 2007 eingelegt. Der erste Titel von Jammin*Inc (zumindest der Anfang) ist wirklich ganz witzig und ich kann hier dank CC-Lizenz einfach so posten, was ich meine: