Wednesday, 30.01.2008

Heile Welt

Und wenn Sie nicht gestorben sind, dann leben Sie noch heute.
Auf Sozialpolitik.com kann nachgelesen werden, wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Jugendlichen den Sozialstaat erklärt.
Hört sich für mich genauso verkürzt und dogmatisch an, wie mein eigener Staatsbürgerkundeunterricht.

Monday, 28.01.2008

Vokabelheft

Dann noch eine Liste von deutschen Wörtern, die ins Englische Einzug gehalten haben - aus dem gestern erwähnten "How to be a Kraut":
  • Angst
  • Blitzkrieg
  • Doppelgänger
  • Ersatz
  • Führer
  • gemütlich
  • Hinterland
  • Junkers
  • Kitsch
  • Mensch
  • Nazi
  • Poltergeist
  • Rucksack
  • Turnverein
  • Über- und Unter-
  • Verboten
  • Weltschmerz
  • Jodeln
  • Zeitgeist
Hört sich schon irgendwie an wie das Land der Dichter und Denker, der Mörder und Henker.

Sunday, 27.01.2008

How to be a Kraut

Ein schnelles Büchlein zwischendurch. "How to be a Kraut" von Roger Boyes. Mit so schönen Sätzen wie:
Der Deutsche geht in den Wald, um sich klein und demütig zu fühlen.
oder
Manche Soziologen argumentieren, dass der schwarz-braun-grün-gelben Tonnenlogik eine deutsche Besessenheit des Themas Selektion zugrunde liegt.

Thursday, 24.01.2008

Mit Atombomben gegen den Atomkrieg

Mal sehen ob das den großen Medien viel Wind wert ist. Der Guardian hat ein Manifest ans Licht gezerrt, in dem fünf NATO-Größen vorschlagen, die Welt vor der Weiterverbreitung von Atomwaffen zu schützen, indem die NATO zukünftig ihre eigenen einsetzt. In der Jungen Welt war es heute die Titelstory.

Winterfreuden


Was geh'n mich die Malediven an, wenn bei uns auf dem Balkon so schön die Rosen blüh'n.

Wednesday, 23.01.2008

BILD lässt die Hunde los

Gefunden bei Lysis

Menschen, Träume, Taten

Am Sonntag gab es den Film Menschen, Träume, Taten im Rahmen eines Filmfestivals des Gutmenschenprojekts dieGesellschafter. 90 Minuten über das Ökodorf "Sieben Linden". Im Kino nur Fachpublikum, hinterher Diskussion mit einer Frau aus dem Projekt:
  • Der Film ist angenehm vielseitig: Tiefdurchgeistigte Kommune-IndividualistInnen kommen zu Wort und normale Ökotussis, die nicht wollen, dass Kinder Fernsehen gucken und viele kritische Stimmen...
  • Das Ökodorf wächst und gedeiht: über 100 Leute innerhalb von reichlich 10 Jahren. Davon können viele Gemeinschaftsprojekte nur träumen. Das liegt bestimmt an dem von vornherein groß gedachtem Ansatz. Dreihundert Leute sollen es werden, organisiert in Nachbarschaften, die unter sich die Feinheiten des Zusammenlebens ausmachen. Dieser Ansatz ist flexibler als das Friss-oder-Stirb von Ein-Ideologie-Gemeinschaften wie etwa Niederkaufungen.
  • In einer Eurotopia-Ausgabe stand mal, dass politische Kommunen irgendwann entdecken, dass es nicht ohne Spiritualität geht und umgekehrt entdecken spirituelle Gemeinschaften, dass es nicht ohne Ökonomie geht: Sieben Linden scheint auf dem Weg von der Spiritualität zur gemeinsam(er)en Ökonomie. Es wurde unlängst herausgefunden, dass es ziemlich blöd ist, wenn die Unkrautzupfer auf dem Feld weniger Geld aus der Gemeinschaftskasse bekommen als die heiligen Tischler beim Hausbau.
  • Die Biografiesplitter der Leute aus dem Film gaben meiner Theorie Futter, dass es nur wenige echte Bilderbuchaussteiger gibt. Die meisten Leute, die ein alternatives Leben führen, waren nie richtig drin, es sind eher Nicht-Einsteiger, ganz im Sinne von: "Zahme Vögel singen von Freiheit, wilde Vögel fliegen.".

P.S. für spezielle Stammleser: Das Festival kommt in 100 Städte, auch in ganz kleine. :-)

Tuesday, 22.01.2008

Stimmt

"Das ist das Verdammte an den kleinen Verhältnissen, daß sie die Seele klein machen."
Henrik Ibsen

Sunday, 20.01.2008

Fraktale Gewalt

Letztens fielen mir wieder die Fraktale mit ihrer Selbstähnlichkeit ein - die klassische Reise, verpixelt auf youtube und in hoher Qualität zum Download bei Fractalzer.de
Und dann natürlich die großen und kleinen Hierarchien, Gewalttätigkeiten, Aufspaltungen. Gewalttätig um Vormacht strebende Länder, gewalttätige Jungmänner.

Wednesday, 16.01.2008

Der wilde Hesse

Tuesday, 15.01.2008

Brechts Radiotheorie

Ich korrigiere gerade Belegarbeiten zum Thema Open Source. Folgende Klickkette: Tim Berners LeeWritable WebBrechts Radiotheorie:
"Nicht die Öffentlichkeit hatte auf den Rundfunk gewartet, sondern der Rundfunk wartete auf die Öffentlichkeit. [...] Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich überlegte, nichts zu sagen. [...] Ein Mann, der was zu sagen hat und keine Zuhörer findet, ist schlimm daran. Noch schlimmer sind Zuhörer daran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat."
Und das Ganze stammt aus den Jahren 1927 bis 1932. Ich erspare mir Gedöns über die Aktualität.

Monday, 14.01.2008

Handy-Kartentausch

beim Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

Sunday, 13.01.2008

Die DDR lebt

Guckst du hier.

Friday, 11.01.2008

arbeit und fes

Wenn die Friedrich-Ebert-Stiftung anfängt Frauen-Männer-Gender zu thematisieren, dan hört sich das so an:
Arbeit ist ein wesentlicher Teil gesellschaftlicher Teilhabe: Wer arbeitet, verdient Geld, ist sozial gesichert und in einen gesellschaftlichen Prozess integriert.
Und ich komme mir vor wie Karl Eduard. Man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte.

Wednesday, 09.01.2008

Datenschutz im internationalen Vergleich

it-frontal brachte mich auf eine internationale Analyse zum Thema Datenschutz.
Im Artikel von it-frontal steht, dass D früher mal gut dastand, was den Datenschutz angeht, jetzt sei es um sieben Plätze im Ranking gefallen, nun gleich auf mit Rumänien und Slowenien.
Glücklicherweise habe ich mir auch das Original angesehen. Da ist so eine Landkarte mit schwarzen, rötlichen und grünlichen Ländern. Schwarz für böse, grün für gut, der Rest dazwischen. Dann noch das Ranking für das vergangene Jahr - und da wird deutlich, dass sich die Regierungen gegenseitig übertrumpfen im Abbau des Datenschutzes. Gab es im letzten Jahr noch 5 "grüne" Länder, so ist jetzt ein einziges übrig geblieben.

Tuesday, 08.01.2008

Romantik

Wenn ich durch fremde Städte gehe, gucke ich mir immer die Graffitis und Aufkleber an. In Berlin die nette Losung "Make Capitalism History!" auf so einem runden Aufkleber. Schön. Aber in der Mitte so ein vermummter Jüngling mit Zwille. Wie niedlich.

Monday, 07.01.2008

Detroit

Bei Kulturzeit gab es mal wieder einen Beitrag über das schrumpfende Detroit - von 2 Millionen auf 850.000 in ein paar Jahrzehnten.
Sehr beruhigend für mich.

Saturday, 05.01.2008

Deutsche Nichtraucher

Unterwegs irgendwo in Mecklenburg. Rast in einem griechischen Restaurant in einem Autohof. Wir sitzen in einer Ecke. In der anderen Ecke rauchende Stammkundschaft, die immer mal mit der Kellnerin schwatzt.
Ein älteres Ehepaar betritt das Lokal. Der Mann beginnt der Kellnerin die neuen Vorschriften zu erklären, die wiegelt freundlich ausweichend ab, erzählt etwas von Übergangsfristen.
Der Mann verzieht sich aufs Klo und scheint dort seine Wut zu pflegen. Als er zurückkommt, explodiert er: "Wir sind hier in Deutschland. Hier sind deutsche Gesetze."

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