Sunday, 18.11.2007

Der Prediger II

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Staat mit seinen neuen Gesetzen zur Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung,... wirklich eine neue Qualität an unmenschlicher Bösgarstigkeit erreicht.
Dieses Machtinstrument der jeweils herrschenden Klasse muss doch auch ein wenig mit der Zeit gehen. Da zieht so eine Horde Antifas Mülltonnen abfackelnd und Steine schmeißend durch die Stadt. Dabei sprechen Sie sich über Handy ab, wo das meiste los ist, eine Datenspur über ihre Position hinter sich herschleifend und preisgebend, wer mit wem spricht.
Früher reichten dem Staat Spitzel. Dann gab es Telefon und Telefonüberwachung. Heute gibt es Internet und Internetüberwachung. Es ist einfach nur blauäugig anzunehmen, dass der Staat tatenlos zusieht, wie sich die Technik weiterentwickelt und seine freiheitseinschränkenden Gesetze auf dem Stand des Telefonzeitalters belässt.
Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass die ganzen Überwachungssachen eigentlich rechtsstaatlich ordentlich abgesichert sind. Aber eben nur eigentlich. In Südamerika gibt es parastaatliche Todesschwadrone. In Deutschland gehen Leute ein paar Wochen in den Bau unter anderem, weil sie bei google die falschen Suchbegriffe eingeben.

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