Sunday, 04.11.2007

Uwe Pfeifer

Dann gab es noch ein Ausstellung von meinem Lieblingsmaler in der Villa Kobe. Als wir da waren, schwatzten gerade zufällig der Friedrich Schorlemmer und Uwe Pfeifer vor Publikum.
Und es war sehr angenehm anti-hyperintellektuell. Fragt der Pfarrer den Künstler, warum er malt, kommt der mit einer Story von seinem Mentor Mattheuer, der meinte: "Es müssen ja nicht alle wissen, dass man keine Lust zum Arbeiten hat." Hochfliegende Fragen aus dem Publikum nach Bedeutungen und Interpretationen blockt Pfeifer freundlich und bestimmt ab. Er malt Geländer mit Wasser dahinter, Mauern im Mondschein und seit einer Italienreise Kreisel mit Vulkanen. Punkt. Und wenn er für ein tolles G8-Plakat gelobt wird, weil er ein Bild mit acht Dolchen in einem Tisch gemalt hat, dann ist das für ihn der Gipfel der Überinterpretation.

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