Tuesday, 04.09.2007

Punk III

Die Aufarbeitungswelle rollt nach zwanzig Jahren über die Punkbewegung in der DDR. Nach dem Magnetbanduntergrund und der Zonenpunkprovinz gab es jetzt den Dokumentarfilm ostPUNK!/too much future.
Bei der Zonenpunkprovinz ging es um Halle. Was von dem Buch in meinem Kopf geblieben ist, sind die Stasiprotokolle. Im Magnetbanduntergrund gab es viel Musik zu hören.
Jetzt im Dokumentarfilm berichten 6 "Ehemalige" von damals. Nicht im Studio vor dem Bluescreen sondern die Leute posieren so, wie sie gesehen werden wollen. Eine Malerin vor ihren Bildern oder im Gemüsegarten, ein Theatermensch im Theater, zwei Bodybuilder vor ihren Autos, ein Mann mit Nickelbrillenintellekt im Stadtrat und auf dem Sportplatz und noch eine Frau in ihrer gemütlich/alternativen Wohnung.
Der Regisseur war auch da, betont mehrmals, dass es doch normal ist, wenn man mit 16 revoltiert. Dann geht es ja, wenn Punk nur eine Runde "Sich die Hörner abstoßen ist", dann muss ich nicht traurig sein, dass ich da nicht mitgemacht habe. Das ist dann wohl so ähnlich wie die Geschichte um Bushido, der jetzt genug Geld zusammen hat, um in eine Villa zu ziehen, in der seine Mutti jetzt für ihn wäscht und kocht.

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