Zwei Sachen bewegten mich besonders:
- Wie da so ein Lehrer über die Anfänge der Proteste erzählte - neben Lohnerhöhungen spielte auch die Armut der Schüler eine Rolle und dass man da doch etwas tun müsse. Und ich greife an meine eigene Nase und stelle fest, dass mein Beitrag zur Rettung der Kinder meiner Heimat heute darin bestand, die Jammer-Kolummne meiner Gewerkschaftszeitung zu lesen, wo geschrieben stand, dass 15% der Kinder in Sachsen-Anhalt von Hartz IV (also von 6,80€ täglich) leben.
- Die Leute waren stolz auf ihre 500-jährige Geschichte des Widerstandes. Als die ersten Protescamps der Lehrer geräumt wurden, entstand eine breite solidarische Protestbewegung. Wenn ich da so an meine Reinfälle sinnloser Latschendemos gegen Schulschließung, Jugoslawienkrieg oder Hartz IV denke... und die "Sternstunden" deutscher Volksmacht: wie etwa 17. Juni oder 1989...
