Thursday, 07.06.2007

Chronologie einer Falschmeldung

Stefan Niggemmeier analysiert den Werdegang der dpa-Falsch-Meldung von Sonnabend 18:41:
Um 17.30 Uhr werden die ersten Autos angezündet, während unweit vom Tatort auf der Kundgebungsbühne ein Redner die militante Szene noch mit klaren Worten aufstachelt: “Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.”
Diese Geschichte ist ein gutes Gegengift gegen allzu einfache Verschwörungstheorien von absichtlich abgestellten Polizeiautos und Autonomen, die man an Schotter-Gleisbetten vorbeiführt, damit sie Steine auflesen können. Die Choreografie der medialen Darstellung wird nicht zentral gelenkt. Der Prozess, bei dem genau das rauskommt, was rauskommen soll, läuft viel diffiziler.
Die erfolgreichen Blockaden zeigen, dass es selbst dagegen Mittel und Wege gibt.

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