Tuesday, 15.05.2007

Verbindung

Zuerst gab es in der contraste eine Dartsellung der Ereignisse vom 2. Juni 1967. Insbesondere ein Aufruf zum 2. Juni 1977 aus der radikal.Sozialistischen Zeitung für Westberlin, der mit folgenden Worten endete:
Heute zehn Jahre später wissen wir, dass es unsere Aufgabe ist, gegen Verschleierung und geschichtsloses Vergessen, Aufklärung Wahrheit und Verständnis zu verbreiten. Dies ist notwendig zur Bekämpfung des Todes, nicht zuletzt des atomaren Todes, der sonst zahllosen Menschen droht.
Insgesamt hörte sich die Sache ziemlich aktuell an. Was mich aufhorchen ließ, war der Verweis auf die atomare Gefahr: wir müssen einen auf Revolution machen, weil uns sonst die Bombe auf den Kopf fällt. Heute 30/40 Jahre später heißt es, wir müssen einen auf Revolution machen, weil uns sonst das Klima auf den Kopf fällt.
Dann war ich wieder zu so einem zuckersüßen Psychoseminar im Dunstkreis der Gewaltfreien Kommunikation. Es ging wieder darum, dass wir im Mit/Gegeneinander häufig nicht unsere eigentlichen Gefühle und Bedürfnisse mitteilen sondern Forderungen und Urteile austeilen. Das passt genau zu Atomkrieg und Klimakollaps.

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