Saturday, 21.04.2007

Catal Hüyük

Der RSB hat in Leipzig eine Lesung über Catal Hüyük veranstaltet. Ich war nicht dabei. Aber bei urkommunismus.de habe ich mal ein wenig rumgelesen. In Anatolien gab es vor ein paar 1000 Jahren Ortschaften mit fetten Tempeln und armseligen Hütten, mit unterschiedlich ausgestatteten Gräbern, wie überall auf der Welt. Es war zwar noch Steinzeit, aber es gab schon ordentlich zivilisiert Arme und Reiche. Dann wurden diese Orte zerkloppt. Und für mehrere 1000 Jahre änderte sich die Architektur in dieser Gegend. Die neuen Orte lassen keinerlei hierarchische Strukturen erkennen. Diese Steinzeitmenschen hatten eine Lebenserwartung wie sie die Leibeigenen der Neuzeit erst wieder 1750 erreichten und sie hatten vom vielen Tanzen verformte Oberschenkel.
Da freut sich das Mathematikerherz. Wenn die Geschichte und ihre Interpretation stimmen, ist das ein schöner Existenzbeweis für die Möglichkeit des Kommunismus.

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