Sunday, 28.01.2007

Badeanstalt

Am Sonntagvormittag in der Schwimmhalle. Früher recht anstrengend mit diesen lebensfrohen jungen Menschen, die platschend ins Wasser hüpften, kreuz und quer durchs Becken tauchten. Heutzutage schläft die Jugend noch um diese Zeit, erholt sich von den Drogenexzessen und den Killerspielorgien der letzten Nacht. Nur ein paar treusorgende Papis brachten ihren Kleinen das Schwimmen bei. Ansonsten nur brave Bürger, die im Kampf gegen die Folgen nicht artgerechter Haltung ihre Bahnen zogen - Badeanstalt eben.

Babel

Also mal ein nicht Comedy-Action-Monumental und trotzdem Mainstreamfilm. Unser Hauskino kündigt den Film so an:
Ein einziger Gewehrschuss verändert das leben mehrerer Menschen auf drei Kontinenten, die sich fast nie begegnen. Bei fahrlässigen Schießübungen verletzen zwei marokkanische Jungen die amerikanische Bustouristin Susan lebensgefährlich. Ihr Mann Richard bangt in einem Dorf bar medizinischer Hilfe um sie. Der Vorfall wird zum Politikum, und eine Jagd auf vermeintliche Terroristen nimmt ihren Lauf. Derweil schmuggelt die Haushälterin
Amelia zwei Kinder mit auf eine Hochzeit in Mexiko. Und in Japan leidet die taubstumme Chieko unter Vereinsamung. Weltumspannendes Ensembledrama mit vier raffiniert ineinander verwobenen Storys.
Und das "Ensembledrama" endet sehr schön realistisch. Die Drittwelthandlungsstränge um die marrokanischen Ziegenzüchter und die mexikanische Haushälterin enden in der persönlichen Katastrophe. Die Erstweltstränge um amerikanische Touristen, die mal ein paar Stunden auf den Rettungshubschrauber warten müssen, und um eine reiche japanische Familie enden mit Happy End und Versöhnung.

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