Thursday, 11.01.2007

Die Welt ist schlecht

Ach es ist doch immer wieder erfrischend nach getaner Lohnarbeit die Zeitung aufzuschlagen und sich vom Elend dieser Welt zu überzeugen:
In der für die Gattung Mensch kurzen Zeit von ein paar tausend Jahren, in der es Überlieferung gibt, findet man keine Gesellschaftsform, die der Kreatur derart zusetzt und den Menschen so bagatellisiert wie der Kapitalismus. Er richtet das Individuum für seine Zwecke ab, bis es keines mehr ist und nach der Peitsche des Dompteurs verlangt, weil ohne Dressur Lohn und Belohnung nicht zu bekommen sind. Der Kapitalismus pervertiert die liebenswertesten Fähigkeiten des Menschen zur hassenswerten Routine: die Gabe, etwas herzustellen, zur Arbeitskraft, und die Lust, zu genießen, zur Kaufkraft. Michael Scharang in konkret 01/2007
Der zubenaserümpfende Einfachstrukturierte liest Bild und tobt über Kinderschänder und Managergehälter. Unsereiner wettert global systhemisch. Nach Feierabend, versteht sich.

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Comments

reaper / 11.01.2007, 22:48 / Link

Ja aber die Kinderschänder kommen doch auch von den Phillipinen und die Manager schleppen Ihre Gehälter in die Schweiz. Da kann man nicht behaupten das der gemeine Bild-Leser nicht global denken würde ;)

KurtMelnik / 14.01.2007, 17:49 / Link

Natürlich denken Bild-Leser global. Familie, Volk und Deutschland sind natürlich, gottgegeben oder genetisch vorbestimmt und definieren die beste aller vorstellbaren Welten. Und dann kommen immer die Killer-Kids und gierigen Manager und machen das schöne System kaputt. Und unsereiner ist gegen Familie, Volk und Deutschland und überhaupt jedes schröckliche Konstrukt, das der Kapitalismus hervorbringt, eben weil es Killer-Kids und gierige Manager, tote Wale und Negerkinder produziert.











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