Thursday, 11.01.2007

Die Welt ist schlecht

Ach es ist doch immer wieder erfrischend nach getaner Lohnarbeit die Zeitung aufzuschlagen und sich vom Elend dieser Welt zu überzeugen:
In der für die Gattung Mensch kurzen Zeit von ein paar tausend Jahren, in der es Überlieferung gibt, findet man keine Gesellschaftsform, die der Kreatur derart zusetzt und den Menschen so bagatellisiert wie der Kapitalismus. Er richtet das Individuum für seine Zwecke ab, bis es keines mehr ist und nach der Peitsche des Dompteurs verlangt, weil ohne Dressur Lohn und Belohnung nicht zu bekommen sind. Der Kapitalismus pervertiert die liebenswertesten Fähigkeiten des Menschen zur hassenswerten Routine: die Gabe, etwas herzustellen, zur Arbeitskraft, und die Lust, zu genießen, zur Kaufkraft. Michael Scharang in konkret 01/2007
Der zubenaserümpfende Einfachstrukturierte liest Bild und tobt über Kinderschänder und Managergehälter. Unsereiner wettert global systhemisch. Nach Feierabend, versteht sich.

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