Monday, 08.01.2007
Bayern 3
Ich schreibe einfach mal auf, was ich gelernet habe, was mir gefallen hat und was mich gestört hat.
Gelernet:
Mir war nicht Recht bewusst, dass der Obersalzberg in aller Form ein zweiter Regierungssitz war mit den üblichen Bunkern und Kasernen.
Die oben erwähnten idyllischen Privatmenschaufnahmen, die fester Bestandteil des medialen Bildes von Hitler sind, wurden erst nach dem Krieg bekannt, waren kein Teil der Wochenschau, wie man heute denken könnte.
Positiv aufgefallen:
Damals in der DDR gab es nur den kommunistischen Widerstand gegen den Faschismus, vielleicht noch die Geschwister Scholl und dieses eine Attentat. Hier gab es an die zehn Tafeln mit den verschiedensten Widerstandsgruppen.
Tief unten im Bunker lief so eine Viedeoschleife über den 2. Weltkrieg. Oben in der Ausstellung wurde schön gezeigt, was für ein menschenverachtendes System der Faschismus war. Als aber im Film die Rote Armee nach Westen vorrückte, da "dringt sie ein" und "erobert", Gebiete "fallen in sowjetische Hand". Kein Wort von Befreiung.
"Die Bombardierung von Dresden war militärisch sinnlos." Hingeknallte These, als ob man es im Jahre 1999 nicht schon differenzierter sehen könnte.
Auch die Erkenntnisse der "Wehrmachtsaustellung" sind noch nicht auf dem Obersalzberg angekommen. Exemplarisch wird über Massenerschießungen und andere Greuel berichtet, aber immer nur ausgeführt von SS, SD und anderen Spezialorganisationen.
Was völlig fehlt - die Verquickung der deutschen Wirtschaft mit dem Faschismus.
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