Die wirtschaftliche Dynamik in den kapitalistischen Industriestaaten lebte im 20. Jahrhundert von der massendemokratische Verbreitung vormals elitärer Komforttechniken, wie Kommunikation über weite Distanzen, Fernreisen, Zentralheizung, elektrische Beleuchtung etc. Diese Dynamik erlahmt. Die Reichen und Superreichen verfügen kaum noch über technologische Privilegien, die verallgemeinert werden könnten. Damit flieht die ökonomische Dynamik aus den Industriestaaten der Triade (Westeuropa, USA, Japan) und geht über auf Schwellenländer wie die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, China, Indien) und die Mittelosteuropäische Staaten (MOE) des ehemaligen Sowjetreiches. Diese wiederholen im Weltmaßstab den ökonomischen Prozess der Wohlstandssteigerung für die Massen, der im 20.Jahrhundert dem Westen vorbehalten schien.Das ganze passt sehr schön zu "Forces of Labor" von Beverly J. Silver, wo aus ähnlichen Gründen eine Saure-Gurken-Zeit für die erste Welt prophezeit wird.
Tuesday, 30.05.2006
Satt und depressiv
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