Monday, 22.05.2006

We feed the world

Die Gutmenschen verstopfen den Fußweg mit ihren klapperigen Fahrrädern. Rotweinschlürfend füllen sie das ganze Puschkino. Es gibt "We feed the world".
Nichts neues. 800 Millionen Hungernde. Kapazitäten für 12 Milliarden Menschen. Der Sojaanbau für europäische Schweine verschlingt den brasilianischen Urwald und die Afrikaner, die in Spanien die Tomaten pflücken, hausen in verlassenen Gewächshäusern...
Und doch kann sich das mediale Trommelfeuer eines Dokumentarfilms im Kino wenigstens ein paar Tage ins abgestumpfte Hirn brennen. Die minutenlangen Luftaufnahmen der spanischen Gewächshäuser oder der brasilianischen Sojafelder. Leinwandfüllende Berge von vernichtetem Brot und der böse Spruch:"Jedes Kind, das heute verhungert, wird ermordet."
Mir gibt der Film Kraft allen Unkenrufen und Spötteleien zum Trotz weiter meinen Zapatistenkaffee und die Bananen von glücklichen Kleinbauern zu kaufen.

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