Thursday, 02.02.2006

Vortrag Prof. Türcke

Dann gab es an der HGB noch einen Vortrag von Prof. Türcke zu Schrift und pseudokritischer Postmoderne.
Ich habe etwas genauer gelernt, was Dekonstruktivismus ist und dass es schlecht ist die Relation zu hypostasieren, zur Sache selbst werden zu lassen.
Es gab die These, dass Schrift als Zeichen bei Opferhandlungen begann, als Kainsmal und damit viel älter ist als irgendeine Keilschrift in Tontafeln. Und dann den Bogen zum Heute: Logos durchlaufen die Geschichte der Schrift rückwärts. Das Branding soll das Logo ins Hirn brennen wie das Zeichen des Viehbauern in die Haut seiner Kuh.
Am wichtigsten und angenehmsten war für mich jedoch die Tatsache einen Abend lang mit über hundert Leuten freiwillig in einem Zimmer zu sitzen und ernsthaft über schwierige und komplexe Zusammenhänge zu reden, es nicht den alten Griechen, Hegel oder Adorno zu überlassen, dass Verhältnis von Sein und Bewußtsein endgültig geklärt zu haben.

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