Monday, 23.01.2006

Hallesche Kometen

Im Kino Lux gab es die Halleschen Kometen. Der Film hielt, was er versprach.
  1. Ein Spielfilm aus Halle. Es ist schön, einen Film zu sehen, bei dem man fast jeden Papierkorb wiedererkennt, besonders dann, wenn man nochmal Plätze sieht, die so nicht mehr existieren, etwa das UFO-Wartehaus am Riebeckplatz.
  2. Und eine angenehm verkehrte Welt. Keine nervigen Eltern, die ihre Kinder stressen, dass sie sich anstrengen sollen und dem Superjob nachjagen. Nein, ein Sohn muss seinen depressiven Nullbockvater wieder auf den richtigen Weg bringen. Und das leicht angedeutete Happy-End besteht nicht darin, dass Papa endlich wieder Arbeit hat.
  3. Die Kamera hat draußen viel eingefangen, was ich kannte. Der Film zeigte Halle ungefähr so, wie ich es auch sehe. Aber drinnen in der Wohnung, das war ein Bruch mit der Wahrheit. Irgendjemand hatte ein Drehbuch geschrieben, in dem eine Wohnküche eine zentrale Rolle spielte. Deshalb musste im Studio eine Wohnung mit großer Küche gezaubert werden. Alles war getreulich rekonstruiert. Die Schiebetür, die Glasdurchreiche, der Sicherungskasten. Nur dass das Teil eben viel zu groß war.

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